Aktuelles aus Altkirchen

Nur dank Förderung möglich: Brücke in Altkirchen nach elf Wochen saniert

Auf diesen symbolischen Schnitt haben die Altkirchener lange gewartet.
Brückensanierung in Altkirchens Gimmeler Weg ist Geschichte. Seit gestern rollt dort der Verkehr wieder ungehindert. Ohne Fördermittel aus der Wachstumsinitiative Altenburger Land wäre das nicht möglich gewesen.
Altkirchen. Nach elf Wochen Bauzeit ist nun alles vorbei. Seit gestern rollt der Verkehr wieder ungehindert über die sanierte Brücke in Altkirchens Gimmeler Weg. Was nicht nur die Anwohner dort freut. Vor allem ortsansässige Firmen, Landwirte, auf öffentlichen Busverkehr angewiesene Pendler und Altkirchens Schulkinder können aufatmen. Denn wegen der Brückenbauarbeiten und zuvor wegen Tonnagebegrenzung inclusive verringerter Fahrbahnbreite mussten sie alle einige Beschwerlichkeiten in Kauf nehmen. Denn die Brücke im Gimmeler Weg war bei den Gutachtern vor mehr als einem Jahr durchgefallen. Bewertet mit der Note 4,0 galt sie eigentlich als nicht mehr befahrbar. Und dass die Sanierung so schnell gelang, war zu Jahresbeginn auch kaum abzusehen. Denn die gesamte Baumaßnahme sollte 125 400 Euro kosten zu viel Geld für die Gemeinde Altkirchen, um das Projekt aus eigener Kraft zu stemmen. Weshalb Fördermittel im Rahmen der Wachstumsinitiative Altenburger Land beantragt wurden. Ein Begehr, mit dem die Kommune allerdings zunächst nur auf der Warteliste landete. Doch Dank von Verwaltungsgemeinschaft Altenburger Land, des Landratsamtes und nicht zuletzt des Straßenbauamtes Ostthüringen rückte das Sanierungsprojekt im Gimmeler Weg ganz schnell auf die Hauptliste der zu fördernden Projekte und konnte Zuwendungen des Landes Thüringen in Anspruch nehmen. Insgesamt 71 600 Euro flossen aus Erfurt für die Brückensanierung. Der Gemeinde Altkirchen blieb ein Eigenanteil von knapp 54 000 Euro. Den aufzubringen gelang zwar, jedoch nicht ohne Kompromisse. Denn für das Geld sollten ursprünglich kommunale Straßen im Gemeindegebiet saniert werden. Auch waren Arbeiten an den beiden Kindertagesstätten in Röthenitz und Altkirchen geplant. All das wurde zurückgestellt zugunsten der Brückensanierung. "Das ging nicht ohne Diskussion im Dorf und auch im Gemeinderat ab", gibt Bürgermeister Hans-Peter Bugar (Die Regionalen) zu. "Aber jetzt sind wir froh, dass die Brücke wieder befahrbar und alles überstanden ist."
Lediglich einige Restarbeiten stehen für die kommenden zwei Wochen noch an. Die Notspur neben dem Brückenbauwerk, über die der gesamte Straßenverkehr in den vergangenen Monaten floss Mehrtonner mussten auf eine Umleitungsstrecke ausweichen wird zurück gebaut. Der Uferbereich wird begradigt und auch der bisherige Bauplatz bekommt sein ursprüngliches Aussehen zurück.
Ihre Sorgen mit maroden Brücken ist die Gemeinde Altkirchen damit aber noch nicht ganz los. Mit der schlechten Note 4,0 wurde nämlich auch das Bauwerk im Röthenitzer Unterdorf bewertet. Weil sie wichtig für den Straßenverkehr dort ist, wurde sie zwar nicht gesperrt. Doch ist sie nur noch arg eingeschränkt nutzbar.
"Wir hoffen jetzt, dass wir für die Sanierung der Röthenitzer Brücke nochmals Glück haben und Fördermittel in Anspruch nehmen können", sagt Hans-Peter Bugar. Die Anträge dafür sind gestellt. Ein Echo darauf steht indes noch aus. Ebenso steht die Gewissheit aus, ob sich Altkirchen diese zweite Brückensanierung finanziell überhaupt leisten kann.
"Wir haben zwei Kindertagesstätten, was viel Geld verschlingt", so der Bürgermeister. Außerdem sei gegenwärtig die Höhe der Kreisumlage für 2013 ungewiss.
Bekanntlich will die Kreisverwaltung in Altenburg die Umlage um zwei Millionen Euro erhöhen. Zumindest schlägt sie das im Etat-Entwurf so vor. Ob dem der Kreistag zustimmen wird, ist unklar. "Weshalb wir jetzt noch überhaupt keine Aussagen zu unserem eigenen Haushaltsplan treffen können", ergänzt Bugar. "Und angesichts der Umstände momentan bin ich da auch nicht sehr optimistisch."

Quelle: Jana Borath / 15.11.12 / OTZ



Anwohner und Firmen in Altkirchen können aufatmen

Der Brückenbau in Altkirchen beginnt
Brückensanierung im Gimmeler Weg beginnt. Verkehrsfreigabe für Ende November geplant.
Altkirchen. Altkirchener Firmen, Landwirte und Anwohner in Birkenhain und Birkenweg können aufatmen.
Die seit langem nur eingeschränkt nutzbare Brücke im Gimmeler Weg wird saniert. Nach der Anlaufberatung mit der beauftragten Firma aus Sachsen beginnen in diesen Tagen die Arbeiten. Die Baustelle wurde bereits Anfang dieser Woche eingerichtet. Ende November soll das sanierte Bauwerk fertig sein. "Das ist zwar für unsere Landwirte sehr ungünstig", so Bürgermeister Hans-Peter Bugar (Die Regionalen). Doch ist er froh, dass das Projekt überhaupt in Angriff genommen werden kann. Denn die Brücke gehört seit mehreren Jahren zu den größten Sorgenkindern im Gemeindegebiet.
Von einem Planungsbüro war sie mit Note 4 bewertet worden. Seitdem war die Fahrbahnbreite verringert, die Tonnagebegrenzung gesenkt worden. Problematisch besonders für Schulbus-, Linien-, Berufs- und Anwohnerverkehr, der über die marode Brücke führt. Nach der negativen Benotung begann die Suche nach einer finanzierbaren Lösung. Und klar war dem Altkirchener Gemeinderat von Beginn an, dass er eine Brückensanierung aus eigener Kraft nicht schultern kann.
In diesem Jahr nun bekam Altkirchen grünes Licht für das Vorhaben in Form eines Fördermittelbescheides vom Straßenbauamt Ostthüringen. Für das mit insgesamt 125 400 Euro veranschlagte Projekt muss die Kommune 53 800 Euro als Eigenanteil beisteuern. Die Zuwendungen vom Land Thüringen betragen 71 600 Euro. Für die Zeit der Brückensanierung wird eine Behelfsbrücke errichtet, die nur von Pkw befahren werden kann. Jeder weitere Straßenverkehr wird über die Umleitungsstrecke geführt.
Mit der Note 4 wurden außer der Brücke im Gimmeler Weg zudem die Brücke im Röthenitzer Weg bewertet. Ein Finanzierungskonzept für sie gibt es zwar noch nicht. "Aber es würde mich freuen, wenn wir im nächsten Jahr eine ähnlich gute Lösung finden würden", so Hans-Peter Bugar.

Quelle: OTZ / 02.08.12 / Jana Borath



Brücke in Altkirchen nicht auf Prioritätenliste

Die Brücke im Gimmeler Weg ist nur für Lkw bis zu 3 Tonnen zugelassen. Bürgermeister Hans-Peter Bugar hofft, dass die Sanierungsarbeiten noch in diesem Jahr beginnen.
Der Zeitpunkt für den Beginn der Sanierung zweier Brücken ist ungewiss. Das sagte Altkirchens Bürgermeister Hans-Peter Bugar (Die Regionalen). Die Objekte im Gimmeler Weg in Altkirchen und in der Unterdorf Straße in Röthenitz sind derzeit nur für Fahrzeuge mit 3 Tonnen und 3,5 Tonnen sowie den Schulbus zugelassen.

Altkirchen. Ein Sanierungsbedarf sei gegeben, so Bürgermeister Hans-Peter Bugar (Die Regionalen). Doch bei einem Treffen im Straßenbauamt Ostthüringen habe er erfahren, dass die Brücken nicht auf der Prioritätenliste für 2012 stehen. Bugar hofft nun auf einen vorzeitigen Baubeginn am Jahresende für wenigstens eine der beiden Brücken. Zudem appellierte er an Lkw-Fahrer, die zulässige Belastung der Brücke nicht zu überschreiten. Trotz Kontrollen durch Mitarbeiter der Polizeiinspektion gäbe es immer noch Verstöße.

Zufrieden zeigte sich Bugar mit der Entwicklung des Freibades. Wegen der angespannten finanziellen Situation der Gemeinde wird dieses nun vom neuen Förderverein unterstützt. "Das Ergebnis der ersten so geführten Freibadsaison war rein wirtschaftlich gesehen auf den ersten Blick nicht der große Erfolg. Doch es zeigt zumindest, dass es funktioniert", sagte Bugar. Mit mehr Sonnentagen im vergangenen Sommer, wäre es auch ein besseres Ergebnis gewesen. "Äußerst angenehm" sei auch die Kooperation mit den Schmöllner Stadtwerken und der Gemeinde gewesen.

Bugar kündigte die Durchforstung des kommunalen Baumbestandes in den kommenden drei Jahren an. Viele Birken und Nadelgehölze seien inzwischen mehr als 25 Meter hoch und somit eine Gefahr bei Stürmen, bei denen Äste abbrechen könnten. Künftig sollen kranke und alte Bäume weichen und durch "neue, für den ländlichen Raum typische" Pflanzen ersetzt werden. Gleichzeitig soll das gefällte Holz verkauft werden, um neue Bäume zu kaufen, so Bugar.

Quelle: OTZ / 03.02.12 / Martin Gerlach



Bittere Pille Straßenausbaubeiträge im Altenburger Land

Grundstückseigentümer in Schmölln und Altkirchen fürchten, dass ihnen die Straßenausbaubeiträge teuer zu stehen kommen.
In Altkirchen ist noch nicht klar, welche Konsequenzen die Rückforderung für Investitionen von 1991 bis 2003 hat und in Schmölln ebben die Fragen der Bürger nicht ab. So viel ist sicher, die Verwaltung hat viel zu tun.

Altkirchen/Schmölln. Die neue Rückforderung von Straßenausbaubeiträgen treibt Grundstückseigentümer um. Während in Schmölln bereits erste Überschlagsrechnungen angestellt werden, sichtet man in Altkirchen die Akten in den Archiven.

Es könnte viel werden muss es aber nicht. Die Höhe der Beiträge, die Altkirchener Grundstücksbesitzer künftig zu zahlen haben, ist noch völlig unklar. Das sagte Bürgermeister Hans-Peter Bugar (Die Regionalen) auf einer Einwohnerversammlung am Montagabend.

Bereits seit Monaten beschäftigt die Zahlung Verwaltung und Gemeinderäte. Viel Konkretes gibt es bislang noch nicht. Denn die Höhe der Kosten, die nun auf die Altkirchener zukommen, sei kompliziert zu errechnen. Zuvor müssen außerdem noch Akten in den Archiven gesichtet werden. Wann das beendet sein wird, könne der Bürgermeister noch nicht sagen. Die genaue Errechnung "wird uns noch Wochen und Monate beschäftigen", meint Bugar. Auch das Prinzip der Zahlung sei noch völlig offen.

Die Straßenausbaubeiträge in Altkirchen müssen rückwirkend ab 1991 gezahlt werden. Viel mehr wisse man noch nicht. "Deswegen dürfen wir nicht in Panik verfallen", so Bugar. Unterm Strich, so heißt es vom Bürgermeister, werde das Ganze nicht so heiß gegessen, wie es gerade gekocht werde.

Obwohl die Dinge in Schmölln schon weiter gediehen sind als in Altkirchen und die Straßenausbaubeiträge bei Einwohnerversammlungen und im Hauptausschuss bereits Thema waren, ist die Verunsicherung in der Knopfstadt noch groß. Das zeigt die Zahl der Anfragen, die die Bürgerschaft auch am Montagabend wieder zur Hauptausschusssitzung ins Rathaus trieb. Manch Grundstückseigentümer hat Angst davor, dass er Tausende Euro an Straßenausbaubeiträgen zahlen muss.

So berichtet ein Bürger, dass er in Erfurt zur Demonstration gegen die Straßenausbaubeiträge Leute getroffen habe, die ihr Haus würden verkaufen müssen, angesichts horrender Forderungen. Ein anderer Schmöllner fragte nach der Übertragung der Beiträge auf mögliche neue Besitzer beim Grundstücksverkauf.

Derjenige, der den Bescheid bekommt, muss auch zahlen, sagte Hauptamtsleiter Wolfgang Linß. Alles andere müssten die Käufer unter sich ausmachen. Gegebenenfalls könnte man die Summe auf den Kaufpreis aufschlagen, so Linß, der wohl die eher niedrigen Zahlungen pro Jahr im Blick hatte, die die Stadt mit wiederkehrenden Beiträgen von Anfang an favorisiert hatte. Die Last soll so solidarisch von allen Grundstückseigentümern getragen werden was die Summe verringert. Zum anderen sind die Beiträge dann jährlich aufgeteilt, möglicherweise bis zum Jahr 2032 zu zahlen.

Bei einer Einmalzahlung ist die gesamte Summe fällig und muss von denen gezahlt werden, die an der gebauten Straße liegen oder von dort auf ihre Grundstücke kommen. Da könnten die Beiträge durchaus in die Tausende Euro wachsen, weiß auch Linß. Diese Gefahr ist jedoch für Schmölln gebannt.

Dafür hat die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichtes im März letzten Jahres gesorgt, das die Variante der "Teil"-Zahlung auf eine jetzt festgeschriebene Rückforderung der Straßenausbaubeiträge festklopft.

Und dies ist die bittere Pille: Für die Straßen, die von 1991 bis 2003 ausgebaut wurden, müssen jetzt ebenfalls Beiträge bezahlt werden. Auf die Frage eines Bürgers, warum dies nicht früher gesagt wurde, konnte Linß nur mit den Schultern zucken. Die Beitragserhebung Pflicht oder Kür, ist bei den Kommunen schon immer ein wunder Punkt gewesen. Die Knopfstadt hatte darauf verzichtet, sei aber schon früher dazu aufgefordert worden, erinnert sich der Hauptamtsleiter. Nun ist es Gesetz. Im konkreten Fall heißt das, dass Ortsteile wie Bohra oder auch Brandrübel, in denen ab 2004 nichts mehr passierte, nun zur Kasse gebeten werden.

Doch Linß konnte auch beruhigen. Die Zahlungen halten sich in Grenzen. Man habe seit Herbst gerechnet, um die Belastung so verträglich wie möglich zu halten, betont er. Und so will die Stadt für alle betroffenen Gebiete zehn Cent pro Quadratmeter zu berechnende Fläche und pro Jahr haben. Dass die Weißbacher vielleicht vier Jahre zahlen müssten und die Eigentümer in Süd vielleicht 15 Jahre, hängt mit den Berechnungen für die Grundstücke zusammen, die Linß noch nicht genau beziffern kann.

Der Versuch eines Beispiels: Ein Eigenheimgrundstück von 600 qm Grundfläche und anzurechnendem zweigeschossigen Haus (Multiplikationsfaktor 1,3) käme 780 Euro. Liegt das Grundstück in Süd wären 78 Euro pro Jahr in 15 Jahren zu bezahlen. Die Jahreszahl ergibt sich aus der Investitionssumme in Süd, die dort höher ist als in Nord oder anderen Ortsteilen. Im Zeitraum 1991 bis 2003 wurden in Süd 2,3 Millionen Euro ins Straßennetz investiert, das schlägt jetzt rückwirkend ins Kontor.

Quelle: OTZ / 01.02.12 / Martin Gerlach und Petra Lowe



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